Neues zum Glyphosat

Neues zum Glyphosat

Auf Wegen und Pflaster verboten

(aid) – Die EU-Kommission hat bisher keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zustande bekommen. Nun soll ein Vermittlungsausschuss herangezogen werden. Inzwischen weiß fast jeder, in welchem handelsüblichen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat enthalten ist; im Zweifel gibt der Fachhandel hierüber Auskunft.

Für Garten- und Hausbesitzer, die die wochenlange Diskussion um die Zulassung von Glyphosat verfolgen, kann diese Diskussion irreführend sein. Denn, zugelassen oder nicht, heißt nämlich noch lange nicht, dass man als Hausbesitzer und Hobbygärtner diesen Wirkstoff unbeschränkt einsetzen darf. Er ist nämlich nur zugelassen, um damit Unkraut in landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Kulturen zu unterdrücken – nicht etwa, um damit Wege, Plätze und Pflaster unkrautfrei zu halten. Das ist deshalb nicht erlaubt, weil es von dort mit dem abfließenden Oberflächenwasser über die Kanalisation in unser Trinkwasser gelangen kann.

In Kulturpflanzenbeständen wird der Wirkstoff nach Einhalten der Wartezeit abgebaut, wenn alles fachlich richtig gehandhabt wird. Für die Unkrautvernichtung auf Pflaster und Wegen empfehlen sich daher nicht-chemische Bekämpfungsmethoden: Wer sich nicht bücken will, dem kann beispielsweise das Flämmen mit Gasbrennern die mühselige Arbeit erleichtern. Das hat den Vorteil, dass alle Rückstände verbrannt werden und ein sauberes Erscheinungsbild entsteht. Zudem werden die Fugen geschont, da kein Füllmaterial mit den Wurzeln herausgezogen wird. Generell gilt: Nicht jedes kleine Unkraut muss entfernt werden, denn ein Garten ist immer noch ein Garten und ein Stück Natur.

Quelle: aid – newsletter, 2016

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Abnehmtempo individuell bestimmen

Abnehmtempo individuell bestimmen

 

(aid) – Schnelle, gut sichtbare Erfolge motivieren bekanntermaßen. Auch beim Abnehmen. Für all jene, die ihr Gewicht reduzieren wollen, sind radikale Diäten daher eine große Verlockung. Jedoch die Empfehlungen und Leitlinien von Fachgesellschaften in aller Welt warnen: Wer rasant abspeckt, nimmt durch den gefürchteten Jo-Jo-Effekt auch schnell wieder zu. Diese weit verbreitete These wird in jüngster Zeit jedoch vermehrt kritisch hinterfragt.

Die aktuelle Studienlage haben Professor Anja Bosy-Westphal (Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim) und Professor Manfred James Müller (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) in einem Artikel der Fachzeitschrift Adipositas (4-2015) zusammengefasst. Dabei kommen die beiden Autoren zu dem Ergebnis, dass der propagierte unmittelbare oder langfristige Erfolg einer langsamen Gewichtsabnahme wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert sei. Neuere Studien belegten vielmehr, dass der Jo-Jo-Effekt unabhängig vom Tempo der Diät ist.

Die beiden Wissenschaftler weisen zugleich auf ungünstige gesundheitliche Auswirkungen einer überproportional schnellen Gewichtsabnahme hin. Sie sei mit einem erhöhten Risiko für Gallenblasenentzündung und Gallenkoliken verbunden und gehe außerdem in der Regel mit einem vermehrten Verlust an Magermasse einher (das ist die fettfreie Körpermasse). Und das wiederum ist ein Risiko für eine erneute Gewichtszunahme.

Die bislang weitgehend anerkannte Faustregel, wonach ein Energiedefizit von 3500 Kilokalorien pro Woche zu einer Gewichtsabnahme von 0,5 Kilogramm führt, ist im Einzelfall sehr ungenau, so die Ernährungswissenschaftler. Das optimale Abnehmtempo – ein „gesundes Energiedefizit“ – könne mit Hilfe von mathematischen Modellen individuell berechnet werden. Sie berücksichtigen unter anderem Faktoren wie Alter und Größe, Gewicht und Anteil der Fettmasse, körperliche Aktivitäten, Energie- und Salzaufnahme. Auch zur Kontrolle einer Diät böten sich diese Modelle an.
Eva Neumann, www.aid.de

Rezeptvorschläge für 1 Tag

Rezeptvorschläge für 1 Tag

  Frühstücksbrei


Zutaten:
75 g Haferflocken zartfein
1 Prise Salz
Wasser
100 ml Milch
½ Birne
Zimt, Kardamon

Zubereitung:
Die Flocken kurz anbraten (ohne Fett), mit Wasser und Milch aufgießen. Salz zugeben. Birne kleinschneiden und mitkochen. Zum Schluss mit Gewürzen abschmecken.

Evtl. Jause: 1 Milchprodukt



  Vegetarisches Curry (2 Portionen)


Zutaten:
4 große Kartoffeln
300 g TK-Erbsen
1 handvoll Karfiol
1 kleine Dose Kokosmilch
Currypulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
4 große Kartoffeln schälen, klein würfeln. 1 kleine Dose Kokosmilch mit Kartoffeln, Karfiol, 300 g TK-Erbsen und 1/2 EL Currypulver erhitzen. 200 ml heißes Wasser und 1 EL Kurkuma unterrühren, Gemüse 10 Min. köcheln lassen, bis es gar ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

TIPP! Kurkumapulver hat ein feines Aroma, färbt Gerichte in einem appetitlichen Orangegelb-Ton und hält sich trocken gelagert 12 Monate.

Dazu: gemischter Salat

Evtl. Jause: 1 Obsteinheit



  Gemüsesuppe – Grundrezept (1 Portion)


Zutaten:
350 g Gemüse der Saison
1 Zwiebel
1 TL Öl
Salz, Pfeffer, evtl. Gemüsebrühe, Kurkuma, Curry, Paprika (je nach Gemüse)
Frische Kräuter

Zubereitung:
Gemüse waschen, in große Stücke schneiden. In einem Topf Zwiebel in Öl leicht anrösten. Gemüse zugeben, mit Wasser aufgießen und Gemüse weichkochen. Danach Wasser weg leeren und mit Pürierstab pürieren und würzen. Die Suppe kann noch heiß in leere Marmeladegläser abgefüllt werden. Die Gläser verschließen und in einem mit kalten Wasser gefüllten Waschbecken stellen – Vakuum! Danach sind sie mind. 14 Tage im Kühlschrank haltbar.

Die Gemüsesuppe kann mit 1 EL Sahne oder Joghurt verfeinert und evtl. mit Kartoffeln gebunden werden.