Essen am Berg

Essen am Berg

Richtig zusammengestellte Ernährung ist nicht nur für die Aufrechterhaltung unserer Gesundheit von Bedeutung. Sie bestimmt auch unsere Leistungsfähigkeit bei Belastungen, wie Bergsteigen oder Wandern.

bergwelten_2018

Food-Trends

Food-Trends

(BZfE) – Essen ist im Wandel und spielt inzwischen in fast allen Lebensbereichen eine Rolle. So stehen Lebensmittel für Lifestyle und Gesundheit, helfen manchmal bei der Identitätsfindung oder sind gar eine Ersatz-Religion. Das ist ein Fazit des „European Food Trends Report“ des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) in der Schweiz, für den Fachliteratur, neue Geschäftsideen von Unternehmen und Befragungen internationaler Experten ausgewertet wurden.

Ein Trend in puncto „Gesundheit“ ist dabei „Digestive Wellness“, informieren die Wissenschaftler des GDI. Der Darm und mögliche Verdauungsprobleme sind kein Tabuthema mehr. Manche verzichten auf bestimmte Nahrungsmittel, da sie an Unverträglichkeiten oder Allergien leiden. Andere essen spezielle Produkte wie probiotische Joghurts, um die Darmflora positiv zu beeinflussen und auch generell das Wohlbefinden zu steigern.

Beim „Bio-Hacking“ geht es darum, den eigenen Körper immer besser zu verstehen, um ihn zu „hacken“ und zu optimieren. Nur mit dem richtigen „Kraftstoff“ kann sich sein volles Potenzial entfalten. „Brainfoods“ wie Kürbiskerne, Avocado und Algen sollen mit positiven Inhaltsstoffen die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern. Auch „Superfoods“ wie Chiasamen werden fleißig beworben, wobei auch viel Marketing hinter dem Begriff steckt. Eine extreme Variante ist die Flüssignahrung Soylent, für die ein Pulver mit allen notwendigen Nährstoffen in Wasser angerührt wird. Allerdings ist nicht geklärt, ob die „Astronautenkost“ langfristig doch zu Mangelerscheinungen führt.

„High-Tech“ prägt nicht nur den Arbeitsalltag, sondern gewinnt auch im Ernährungsbereich an Bedeutung. Derzeit erhalten Proteine und Alternativen zu Fleisch für Vegetarier und Veganer große Aufmerksamkeit. Viele Konsumenten bedienen sich nicht nur alternativen Proteinquellen aus Soja, Nüssen und sogar Insekten, sondern greifen auch zu Burger-Imitaten aus Pflanzenfasern, ist im Trendbericht zu lesen. Ein neues Produkt aus Kalifornien enthält neben natürlichen Zutaten wie Weizen, Kokosnussöl und Kartoffeln das Protein „Häme“. Es kommt im Muskelprotein Myoglobin und im Blutfarbstoff Hämoglobin vor und soll das Geheimnis des Fleischgeschmacks sein. Hackfleisch aus dem Labor wird dagegen von den Verbrauchern noch skeptisch gesehen. Aber das kann sich in Zukunft ändern: Denn je weiter eine Technologie fortgeschritten ist, desto eher wird sie von der Gesellschaft akzeptiert.

Ob es einen Trend gibt, was die Freude an der Vielfalt der Lebensmittel und der Zubereitung angeht, ist dieser Studie nicht zu entnehmen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

3 leckere Breie für deinen Morgenflow

3 leckere Breie für deinen Morgenflow

Diese Breie sind einfach und schnell zubereitet und halten garantiert lange satt. Individuell abgeschmeckt wird jedes Frühstück zum Genuss.

 


Rezept 1 

75 g feine Flocken (Dinkel, Hafer, …)
200 ml Milch
eine Prise Salz
Obst der Saison
evtl. Zimt, Kardamom, Vanille

Die Flocken kurz im Topf ohne Fett anrösten, Milch zufügen und weichkochen lassen.
Zum Schluss eine Prise Salz zufügen und evtl. Obst der Saison unterheben.
Abgeschmeckt wird mit Zimt, Kardamom oder Vanille.

 

Rezept 2 

70 g Hirse
300 ml Kokosmilch
eine Prise Salz
Apfelmus
evtl. Zimt

Die Hirse heiß abwaschen und mit der Kokosmilch und der Prise Salz weich kochen. Das Apfelmus zum Schluss unterrühren und mit Zimt verfeinern.

 

Rezept 3 

70 g Quinoa
200 ml Wasser
eine Prise Salz
1 EL Honig
125 ml Joghurt

Quinoa mit Wasser und Salz weich kochen. Joghurt und Honig zum Schluss unterheben. Evtl. mit Nüssen oder Beeren verfeinern.

 

 

reduce, reuse, recycle

reduce, reuse, recycle

Mit dem Fisch auf den Tisch

Plastikmüll im Meer landet wieder auf unseren Tellern

(aid) – 30 Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in unseren Weltmeeren, so das Umweltbundesamt. Das sind zehn Prozent der jährlichen Kunststoffproduktion. Es gibt Plastikmüll-Strudel im Meer, die sind so groß wie Mitteleuropa. Bei dem Plastikmüll handelt es sich z. B. um abgerissene Fischernetze und -taue, Plastiktüten, Flaschen und Babywindeln. Diese großen Teile werden durch die Wellenbewegung und UV-Einstrahlung zu kleineren Teilchen zerrieben, bis es schließlich Mikroplastik ist. Für die Partikelgröße dieser Teilchen gibt es (noch) keine allgemeingültige Definition; sie ist aber, wie der Name schon sagt, nur einige Mikrometer bis Millimeter groß und teils nur unter dem Mikroskop erkennbar. Man geht allerdings auch davon aus, dass Mikroplastik im Meer in erheblichem Maße von Land eingetragen wird und aus vielen Quellen stammen kann, etwa dem Abrieb von Autoreifen oder Partikeln aus Kosmetika. Dieses Mikroplastik kann in den Kläranlagen nur unzulänglich herausgefiltert werden.

Meerestiere nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf. Das beginnt beim Plankton und setzt sich über die Nahrungskette zu großen Fischen hin fort. Das gilt auch für Fische vor unserer „Haustüre“ in Nord- und Ostsee. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) hat kürzlich zusammen mit weiteren Forschungseinrichtungen die Belastung von Hering, Makrele, Kabeljau, Kliesche und Flunder untersucht. Von den insgesamt 290 untersuchten Fischen waren 5,5 Prozent mit Kunststoff belastet. Die im freien Wasser lebenden Fische (Hering und Makrele) waren durchschnittlich zu 10,7 Prozent kontaminiert, von den am Meeresgrund lebenden Fischen (Kabeljau, Kliesche und Flunder) waren es 3,4 Prozent.

Auch wenn als Hauptverursacher für Plastikmüll im Meer die südostasiatischen Staaten China, Indonesien, Vietnam und die Philippinen angesehen werden, kann jeder einzelne von uns etwas gegen die Plastikflut tun: Einweg-Verpackungen reduzieren, solange wie möglich wiederverwerten, ordnungsgemäß entsorgen -reduce, reuse, recycle.

Rüdiger Lobitz, www.aid.de

 

Mikrobiom –

Mikrobiom –

Ballaststoffe, Joghurt, Polyphenole

(aid) – Die Darmflora (Mikrobiota) beeinflusst die Gesundheit stärker als lange vermutet. Ob positiv oder negativ, hängt hauptsächlich von der Ernährung ab: Reichlich Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn fördert eine günstige Mikrobiota mit einem breiten Spektrum an Bakterien und einem hohen Anteil an protektiven (schützenden) Keimen. Eine typisch westliche fett- und eiweißreiche Ernährung mit wenigen Ballaststoffen begünstigt dagegen das Wachstum von Bakterien, die Toxine bilden, Entzündungen befeuern und die Darmbarriere schwächen.

Auf welche Inhaltsstoffe die Darmbakterien dabei reagieren, wurde in den vergangenen Jahren intensiv erforscht: „Ballaststoffe sind der Schlüssel zu einer gesunden Mikrobiota“, sagt Dr. Maike Groeneveld, Praxis für Ernährungsberatung in Bonn. Wasserunlösliche Ballaststoffe wie Cellulose binden viel Wasser und fördern so den Stoffaustausch und die „Teamarbeit“ zwischen einzelnen Bakterienarten. Lösliche Ballaststoffe wie Pektine werden von den Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut, die sich positiv auf das Darmmilieu auswirken. Manche Ballaststoffe wie Inulin und Oligofruktose regen gezielt das Wachstum nützlicher Bifidobakterien an. Vollkornprodukte mit einem natürlichen hohen Gehalt an Ballaststoffen haben in einer Studie mit 80 gesunden Übergewichtigen den Anteil an Bifidobakterien erhöht, gleichzeitig sanken die Entzündungsmarker.

Auch Polyphenole wie Anthocyane in Beeren oder Flavonoide in Äpfeln und Zwiebeln fördern das Wachstum von Bifidobakterien. „Diese sekundären Pflanzenstoffe werden im Dünndarm nur zu 5 bis 15 Prozent resorbiert; der Löwenanteil gelangt in den Dickdarm“, erklärt Groeneveld. Und dort entfalten sie ihre positive Wirkung.

Negative Effekte auf die Mikrobiota haben möglicherweise bestimmte Zusatzstoffe. Dafür sprechen einige Studien, für eindeutige Schlussfolgerungen ist die Datenlage allerdings noch zu dünn. „Dennoch sollte der Einfluss von Zusatzstoffen auf die Mikrobiota künftig in die Risikobewertung einfließen“, fordert Groeneveld.

Eindeutig üble Auswirkungen haben pathogene (krankheitserregende) Keime auf die Mikrobiota. Vor allem der häufige Auslöser von Durchfallerkrankungen Campylobacter jejuni wirkt lange nach – noch Monate nach Abklingen einer Infektion sind Entzündungszellen im Darm nachweisbar. Langfristig kann sich nach einer Infektion das Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen erhöhen, und auch Reizdarmpatienten machen vor der Diagnose auffällig oft eine Gastroenteritis durch. Übertragen werden die aggressiven Keime oft über ungenügend erhitzte, kontaminierte Lebensmittel, meistens Geflügel. „Infektionen lassen sich mit sorgfältiger Hände- und Küchenhygiene vermeiden“, rät Groeneveld. Fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Probiotika und Kefir enthalten dagegen protektive Bakterien. Ihr täglicher Verzehr trägt zu einer stabilen Mikrobiota bei.

Quelle: aid – newsletter, 2016

Neues zum Glyphosat

Neues zum Glyphosat

Auf Wegen und Pflaster verboten

(aid) – Die EU-Kommission hat bisher keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zustande bekommen. Nun soll ein Vermittlungsausschuss herangezogen werden. Inzwischen weiß fast jeder, in welchem handelsüblichen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat enthalten ist; im Zweifel gibt der Fachhandel hierüber Auskunft.

Für Garten- und Hausbesitzer, die die wochenlange Diskussion um die Zulassung von Glyphosat verfolgen, kann diese Diskussion irreführend sein. Denn, zugelassen oder nicht, heißt nämlich noch lange nicht, dass man als Hausbesitzer und Hobbygärtner diesen Wirkstoff unbeschränkt einsetzen darf. Er ist nämlich nur zugelassen, um damit Unkraut in landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Kulturen zu unterdrücken – nicht etwa, um damit Wege, Plätze und Pflaster unkrautfrei zu halten. Das ist deshalb nicht erlaubt, weil es von dort mit dem abfließenden Oberflächenwasser über die Kanalisation in unser Trinkwasser gelangen kann.

In Kulturpflanzenbeständen wird der Wirkstoff nach Einhalten der Wartezeit abgebaut, wenn alles fachlich richtig gehandhabt wird. Für die Unkrautvernichtung auf Pflaster und Wegen empfehlen sich daher nicht-chemische Bekämpfungsmethoden: Wer sich nicht bücken will, dem kann beispielsweise das Flämmen mit Gasbrennern die mühselige Arbeit erleichtern. Das hat den Vorteil, dass alle Rückstände verbrannt werden und ein sauberes Erscheinungsbild entsteht. Zudem werden die Fugen geschont, da kein Füllmaterial mit den Wurzeln herausgezogen wird. Generell gilt: Nicht jedes kleine Unkraut muss entfernt werden, denn ein Garten ist immer noch ein Garten und ein Stück Natur.

Quelle: aid – newsletter, 2016

UNTERZEICHNEN SIE DIE EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE GEGEN GLYPHOSAT!

https://www.global2000.at/stop-glyphosat/